18. Folge – Selen und die Amphorenweine

Wein Soul-Faktor Euronen
2009 Riesling “Amphore“
Weingut Peter Jakob Kühn, Rheingau
40-50
2005 “Vinoterra“ Saperavi
Schuchmann Estate, Georgien
10-20
2010 Teroldego “Sgarzon“
Elisabetta Foradori, Vigneti delle Dolomiti Rosso IGT
20-30

Die Frauenquote bei Wein am Limit steigt weiter. Das ist gut so, denn das Weingeschäft ist längst keine Männerdomäne mehr. Heute ist die Hamburger Sommelierschülerin Selen Langbein zu Gast bei mir im HQ.

Wir probieren drei Weine, über deren Herstellungsweise in der letzten Zeit viel gesprochen wird. Es handelt sich um eine uralte Herstellungsmethode: das Vergären und Lagern in der Amphore. Für einige ist das esoterischer Quatsch, aber durch die zunehmende Bedeutung von Bio und Biodynamie hat diese altmodische Weinbereitung eine Menge Freunde gefunden. Sie steckt zwar nach wie vor in den Kinderschuhen, aber einige der weltbesten Weinproduzenten haben sich des Themas angenommen. Ein untrügliches Zeichen, dass man diese Methode ernst nehmen sollte.

Die Vorteile der Amphore sind, dass sich das Material Ton nur langsam erwärmt, es geschmacksneutral und atmungsaktiv ist. Des Weiteren schwören einige Winzer auf die rundliche Form des Gefäßes, die einen besonders harmonischen Einfluss auf die Bewegung der Moleküle haben soll.

Doch der entscheidende Grund ist, dass die Arbeit mit der Amphore eine Rückkehr und Auseinandersetzung mit alten Traditionen bedeutet. Wie schnell fegt der Zeitgeist heute alles weg, was früher einmal war? Wir schaffen zwar täglich neues Wissen, zerstören aber auch häufig das alte, bewährte. Für viele Winzer ist es aber auch die Chance, altes und neues Wissen miteinander zu verbinden. Die beste Form der Tradition.

Sicherlich werden Amphorenweine weiterhin eine (nicht ganz günstige) Nische bleiben. Sie aber als Hokuspokus abzutun, ist grundlegend falsch. Die Aromatik ist stark vom Sauerstoff geprägt und fällt damit auch komplett aus dem Rahmen. Also, solche Weine erfordern Offenheit und Neugier.

Leider gibt es heute nur noch wenige Menschen, die um das richtige Material und die handwerkliche Fertigung dieses „beidseitigen Trägergefäßes“ wissen. Die besten Handwerker und Material, so sagt man, finden sich Spanien.

Der erste Wein stammt aus dem Rheingau. Das Weingut Peter-Jakob Kühn gehört zur Spitzengruppe der Produzenten an den Hängen des Taunus. Schon vor Jahren wechselte er aus tiefster Überzeugung vom konventionellen zum biodynamischen Weinbau. Seine charaktervollen Rieslinge fordern den Konsumenten und sind immer etwas ganz besonderes. Dieser Riesling war über zwei Jahre in der Amphore. Er hat einen honigartigen Duft, der an Weinbergspfirsich und Aprikose erinnert. Ein starker Stoff mit einer fantastisch cremigen Textur. Sagenhaft!

Der “Sgarzon“ von der Trentiner Winzerin Elisabetta Foradori wurde über acht Monate in der Amphore ausgebaut. Dazu werden die Gefäße in Weinbergserde zu zwei Dritteln vergraben und mit der Maische befüllt. Dann wartet man auf die spontane Vergärung der natürlichen Hefen, die sich auf den Trauben befinden. Der Maischekuchen wird von Hand zur besseren Extraktion von Farbe und Geschmack täglich untergetaucht und feucht gehalten. Wenn die Gärung vorbei ist, werden die Amphoren fest verschlossen und bleiben bis zur Füllung mit den Schalen in Kontakt. Die Lage Sgarzon ist eine kühle Lage auf sandigem Boden, die mit der autochtonen Trentiner Rebsorte Teroldego bepflanzt ist. Dieser Wein ist der blanke Wahnsinn. So unglaublich pur und rein. Kein Blockbuster, sondern ein Wein mit filigraner Frische. Weltklasse!

Den Abschluss bildet ein Wein aus der Wiege des Amphorenanbaus, Georgien. Das Weingut Schuchmann liegt in Kachetien, der wichtigsten Weinprovinz des Landes und ist „State of the Art“.

In Georgien nahm vor 7000 Jahren alles seinen Anfang mit dem Weinbau. Noch heute ist die Nähe zum Amphorenausbau hier am ausgeprägtesten. Die robuste und hochwertige Saperavitraube ist, wenn richtig vinifiziert, ein absolutes Trinkerlebnis. Nichts für den weichgespülten Gaumen. Sie ist tiefschwarz, würzig in ihrem Duft und lange haltbar. Leider haben sie nur wenige Weintrinker auf ihrem Radarschirm. Das Klima in Georgien ist ideal für den Weinbau und schon seit Jahrtausenden die Wiege des Weinbaus. Sie wird geprägt durch kühle Einflüsse vom Kaukasus und das maritime Klima vom Schwarzen Meer und der Krim.

Im Unterschied zu den beiden anderen vorgestellten Weinen wurde der Saperavi nur für drei Wochen im „Quevri“, so nennt man hier die Tonamphoren, vergoren. Diese haben sogar 3000 Liter Fassungsvermögen. Danach wurde der Wein im Holzfass weitergereift. Deswegen weicht er auch stilistisch von den anderen hier vorgestellten Weinen deutlich ab.

Der 2005 Vinoterra Saperavi hat jetzt seine erste Reife erreicht und riecht nach schwarzen Trüffeln, Gewürzen und dunklen Früchten. Ein ungestümes Erlebnis, das weder filtriert noch geschönt abgefüllt wurde. Sicherlich das Aushängeschild dieses noch recht jungen Unternehmens und ein Beweis dafür, dass es hinterm Horizont weitergeht.

Über hendrikthoma

Master Sommelier, Impresario und Gastgeber bei Deutschlands Video Blog + Shop "Wein am Limit"
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40 Antworten zu 18. Folge – Selen und die Amphorenweine

  1. Rolf schreibt:

    Interessantes Thema und ein sehr sympathischer Gast! Macht Lust darauf, diese Weine auch einmal zu probieren. Vielen Dank dafür und bitte mehr von solchen Themen etwas „außerhalb der ausgetretenen Spur“!

  2. Markus schreibt:

    Danke. Auf den Beitrag habe ich gewartet.

  3. Oliver Haag schreibt:

    Sehr spannendes Thema, wie immer lässig inszeniert und trotzdem sehr informativ. Bin auch grad an dem Thema dran; werde heute Abend den Pithos 09 von Azienda Agricola COS aus Sizilien genießen ….

  4. m_arcon schreibt:

    Super interessantes Thema, hatte von solchen Weinen bisher noch nie etwas gehört. Werde mir vor allem mal den Sgarzon Teroldego anschauen bzw. bestellen. Netter Gast da an deiner Seite 🙂

    Cheers and a nice weekend!

  5. Niklas Peltzer schreibt:

    Super interessant, war gestern auf nem Londoner Bordeaux Tasting und wenn man das dann im Verhältniss heute bei euch sieht, super entspannend, so ist und sollte Wein sein. Vielen Dank !!!!

  6. Michael schreibt:

    Moinsen,

    klasse Thema, sehr spannend und spannend im Zweierpack moderiert. Bitte mehr davon. Freue mich schon auf den Besuch bei Foradori im September. Dieser Bericht hat noch mehr Spannung in meine Erwartunge an das Weingut gebracht. Konnte bisher 2 Foradori Weine geniessen und war schwer begeistert.
    Am Ende ein Wunsch von mir: bring mal bei Gelegenheit wieder das Thema Sekt auf den Tisch. Auch da hat Südtirol etwas zu bieten, was mich beim letzten Besuch echt umgehauen hat: Haderburg Pas Dose aus der höchstgelegenen Sektkellerei in Europa. Auch da ist demnächst der Besuch fällig.

    Danke und weiter so,

    Michael

  7. Edgar Wilkening schreibt:

    Klasse Sendung mit spannendem Thema und einem bestens aufgelegten Gastgeber! Sehr gut gemacht!

  8. Karl Gilles schreibt:

    Merci !

  9. Peter schreibt:

    Klasse Sendung, hat richtig Spaß gemacht. Und den Teroldego werde ich mal probieren. Selen und Hendrik haben mir den Mund wäßrig gemacht! 😉
    Und was den Amphoren-Riesling angeht: Es begeistert mich auch immer immer wieder, wenn ein Riesling NICHT wie ein typischer Riesling schmeckt. Man probiere in dieser Hinsicht mal den 2009er Riesling von Freiherr Heyl zu Herrnsheim (erhältlich bei HAWESKO). Ein Erlebnis!

  10. Ingo schreibt:

    Ich bin auch für mehr Weinsendungen! Vorallem mit so klugen und schönen Frauen, wie Selen. Kompliment!

  11. villavitis schreibt:

    Interessantes Thema, sehr sympathischer Gast in entspannter Atmosphäre. Sehr schön!

  12. Michi schreibt:

    Super interessantes Thema und ein sehr hamonisches Team! Ich hatte das Glück schon einige Weinverkostungen mit Selen mit zu machen und Sie hat einfach eine sehr schönen Art einem Wein näher zu bringen.
    Lieber Hendrik, Selen sollte dein Dauergast werden den zusammen seid ihr einfach nur fantastisch!

  13. Peter Heck schreibt:

    Danke für dieses interessante Thema! Ich habe mir mal blind 3 Flaschen von dem Teroldego bestellt – bin sehr gespannt!

    Eines ist mir allerdings wieder aufgefallen (und nicht zum ersten mal): Ihr habt irgendwie ein Problem mit dem Licht! Zwischendurch wird es immer mal ganz kurz dunkler und wieder hell, schaut doch einfach mal bei z.B. 10 Minuten und am besten im Vollbild.

    Ciao
    Peter

  14. Michael K. schreibt:

    Hi Hendrik, hat wieder mal sehr viel Spaß gemacht !!! Und natürlich super interessantes Thema toller Gast ! Salute Michael

  15. Frederik schreibt:

    Interessante Ausgabe, vor allem weil bei mir zwei Flaschen des 2009er Amphoren-Weins von Kühn im Keller liegen. Sollte ich noch warten bevor ich die erste aufmache, oder sollten sie noch etwas liegen?

    • hendrikthoma schreibt:

      Hallo Frederik, ich denke der Wein hat Reserven und kann lagern. Allerdings habe ich damit, offen gesagt, keine Ahnung in welche Richtung das geht. Den 2005 habe ich leider nicht probiert.

  16. Norbert schreibt:

    Vielen Dank an alle Beteiligten für den wirklich sehr gelungenen Beitrag! Das macht definitiv Lust auf mehr.
    Kurze Frage zu dem Sgarzon. Wie sieht es mit der Trinkreife des edlen Tröpfchens aus? Ist Dekantieren/Karaffieren empfehlenswert?

    Danke und viele Grüsse,
    Norbert

  17. Winenerd schreibt:

    Hallo zusammen,

    als Naturwissenschaftler kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Bewegung auf molekularer Ebene in Amphoren verschieden von der in anderen Gefäßen sein soll! Wenn überhaupt ist es meine Vermutung, dass die Bewegung auf makroskopischer Ebene (also die Strömung) Unterschiede zeigt. Auswirkungen auf den fertigen Wein kann ich hier nicht sehen.

    Was ich dagegen sofort glaube ist, dass die Porösität der Amphoren einen großen Einfluss haben kann.

  18. Mathias schreibt:

    Obwohl ich mich ein bisschen geärgert habe, dass Ihr schon wieder so teure Raritäten verkostet habt, fand ich das Thema so interessant, dass ich mir auch mal so einen Teroldego von Foradori bestellt habe. Ich denke bei biodynamisch und aus der Amphore ist der Preis von knapp 30 Euronen auch gerechtfertigt. Ich habe mich allerdings für den „Morei“ entschieden, der hoffentlich genau so gut ist. Und wo ich grad schon dabei war, habe ich mir von der gleichen Winzerin auch noch einen Manzoni bianco aus dem Betontank und Akazienholzfass bestellt – hört sich auch spannend an. Ich freue mich schon auf die Verkostung und hoffe, ihr habt nicht zuviel versprochen.

    • hendrikthoma schreibt:

      Hallo Mathias, ich gespannt, wie Du ihn findest?! Ich halte ihn für grandios wgen seiner fantastischen Klarheit und Frische. Schreib uns. Cheers, Hendrik

  19. frank schreibt:

    Hallo Mathias, freu Dich auf die Weine. Habe vor kurzem alle probiert – tolles Erlebnis! Der Manzoni Bianco ändert sein Gesicht alle 15 Minuten, mal Heu, mal Kamille, mal salzig tranig (positiv). Auch der Nosiola ist ein ganz großes Ding, noch konsequnter als der Manzoni.

  20. Dirk schreibt:

    Hallo Hendrik,
    das mit dem Dornfelder sehe ich jetzt mal als Aufforderung dir sogar 2 Dornfelder, die mir einfallen dir zu empfehlen!
    1. HE the gurus 2001 – HE Dausch
    2. 2005 Flur 1 Nr. 361 Trocken – Weingut Gutzler
    Ich hab beide schon getrunken und hab sie nicht als Dornfelder erkennen können!

    Geile Sendung, weiter so!!

    • hendrikthoma schreibt:

      Lieber Dirk, dann sage ich mal herzlichen Dank für das finden dieser Perlen. Mein bester Dornfelder stammt von Knipser, der dann aber auch wieder soviel kostet wie viele andere gute Weine.

      • Praterralle schreibt:

        Hallo Hendrik,
        ich glaube Dornfelder wäre doch mal eine interessante Rebsorte. Es wird eigentlich immer nur drauf eingeprügelt. Vielfach ist das schon gerechtfertigt, habe aber dieses Jahr meine zwei ersten guten Dornfelder getrunken. Eva Vollmer (Rheihessen) und Pawis (Saale-Unstrut). Gibt es de von Knipser noch? Ich dachte man baut ihn dort nicht mehr reinsortig aus, sondern packt ihn in die Cuveé Gaudenz? Die Sendung hat mir übrigens sehr gut gefallen.

    • Gobenn71 schreibt:

      @praterralle : Welcher Dornfelder (JG, Ausbau?) von Pawis denn?
      Ich war gerade da – übrigens ein ganz toll gelegenes Weingut, kann den Besuch nur jedem empfehlen – und habe entgegen meiner eigentlichen Überzeugung auch eine Fl. 2010’er Dornfelder Barrique mitgenommen. Ich habe den auch verkostet und fand ihn so lala, wollte aber einfach mal sehen, wie sich so ein Dornfelder entwickelt. Aufmachen werde ich die Fl. wohl frühestens nächstes Jahr.
      Man muss aber dazusagen, dass der auch sehr teuer war (17.80€). Wenn ich darüber nachdenke, was ich für diesen Preis z.B. an der Rhone, im Languedoc und selbst schon im Bordeaux bekomme, denke ich, dass der Preis für die Qualität viel zu hoch sein wird, oder aber man muss eben ausgeprägter Dornfelder-Liebhaber sein.
      Aber ich will ansonsten nicht meckern und Pawis hat dieses Jahr ganz tolle Weissburgunder im Programm, die 2011’er trockene Spätlese ist ungemein trinkig, ein idealer Wein für den lauen Sommerabend, toll.

  21. Christian schreibt:

    Hallo Hendrik,
    ein superspannendes Thema und eine wieder einmal tolle Sendung. Die Weine muß ich unbedingt mal probieren.

    Wobei… meine erste Erfahrung mit Amphoren-Weinen war ein Rkatsiteli aus dem Hause Satrapezo/Georgien. Generell finde ich die georgischen Wein hochspannend und interessant. Auch aufgrund der langen Geschichte. Aber auch das Festhalten an alten Methoden ist mein Ding. Und der genannte Weiße hat zwar auch eine Fassreife, behält sich aber doch eine schöne Mineralität. Spannend.

    Ansonsten: Weiter so!

    Cheers, Christian

  22. Peter schreibt:

    Das ist wirklich wieder eine interessante Folge von Wein am Limit. Auch die 14. Folge – Karaffieren und der Trick mit der Folie, fand ich interessant und stellenweise sehr sehr lustig.
    Hendrik, in Effilee http://www.effilee.de/magazin/weintipp/passopisciaro-igt-2006-23693) habe ich deine Vorstellung des Passopisciaro 2006 gelesen. Sogleich den Wein besorgt und nach ein paar Tagen probiert. Ich konnte deine Beschreibung, dieses eruptive, sich ständig ändernde, changierende Bukett sehr gut nachvollziehen.Großartig.
    Daraufhin habe ich noch einige Flaschen besorgt, aber der erste Eindruck ist nicht mehr nachvollziehbar. Hast du den Passopisciaro nochmals verkostet?
    Wie wäre es mit einem Beitrag über Nerello Mascalese am Ätna (Passopisciaro, Terre Nere)? Oder die verschiedenen Lagenweine von Passopisciaro.

    • hendrikthoma schreibt:

      Hallo Peter, Vulkanweine ist ein schönes Thema für Wein am Limit. Danke für den Input. Werde das im Visier behalten. Ist das ein neuer Jahrgang Passopisciaro? Ich habe den Wein jetzt länger nicht mehr verkostet. Mmmhhh, Verschlussphase?

      • Peter schreibt:

        Ich habe zuerst 2006 probiert und es dann mit 2007 versucht aber der Ersteindruch war nicht mehr zu erzielen. Das burgunderartig elegante natürlich schon auch die feinen Tannine.

      • hendrikthoma schreibt:

        2007 habe ich noch nicht probiert, aber bei Spitzenweinen, die unter extremen Bedingungen wachsen, fallen die Jahrgänge bekanntlich immer etwas anders aus. Der Chardonnay aus gleichem Haus ist mein absoluter Lieblinge der Range und bisher sehr zuverlässig.

  23. Marco Rosso schreibt:

    Super Sendung wieder mal,den Riesling von Kühn habe ich bestellt.Kannst du mir einen Tipp geben wo ich den Teroldego bekomme. Weiter so,ihr werdet immer besser !

  24. Valeska schreibt:

    Moin Hendrik,

    Deine Sendung werden echt immer besser, es ist ein wahres Vergnügen. Den Teroldego muss ich unbedingt besorgen, Deine Begeisterung ist derart ansteckend, dass ich schon beim Zuschauen einen Schmachter bekommen habe – so muss eine Weinsendung moderiert werden! Mir war dieses elendig spiessige sowie elitäre Weingehabe der sonstigen sog. Weinkenner immer ein Graus und hatte mich von der ganzen Thematik abgeschreckt. Vielen Dank für die unglaublich sympathische, lockere und informative Vorstellung – und dafür, dass Du fortwährend demonstrierst, dass es eben auch anders als bieder und dennoch niveauvoll geht!

  25. vinophil schreibt:

    Hi Hendrik,
    gut gelungene Folge bei komplexem Thema – vor allem freue ich mich zu sehen, dass es viele positive Reaktioenen hervorruf (beachtliche Kommentarzahl).

    Peter Ampohre hat uns auch schon in ihren Bann gezogen und wir können dieses Erlebnis jedem Weininteressierten absolut empfehlen: http://drunkenmonday.wordpress.com/2011/05/06/abenteuer-riesling-2005-peter-jakob-kuhn-amphore/

    Cheers!

  26. Gilli Vanilli schreibt:

    den amphore vom kühn hatte ich schon – sorry aber da bin ich dann doch lieber der normale weintrinker und nicht offen genug für so ausgefallene dinge

  27. Michael schreibt:

    Tach zusammen,
    im Rahmen unseres Südtirol-Besuchs sind wir vor kurzem in Mezzolombardo bei Elisabetta Foradori gewesen. Wer irgendwie mal in der Nähe ist sollte sich dort anmelden und sich das Weingut anschauen: nach anmeldung gibt es eine Führung durch gesamte Weingut (inkl. am Gärprozess in den Amphoren lauschen…) und anschließend eine Verkostung der verfügbaren Weine. Leider ist im Moment nicht alles zu Probieren verfügbar, aber das was wir probieren durften war lecker. Absolute Empfehlung für die Weine und den Besuch (danke an Maria Buffa für die klasse Führung durchs Weingut….).

    Gruß und immer zwei Finger bvreit Wein über dem Glaboden 😉

    Michael

  28. Rainer schreibt:

    Hi, Michael! Berichte doch bitte welche Foradori-Weine Du danach zuhause getrunken hast und wie die Dir dort schmeckten. Über Unterschiede bei Verkostung vor Ort und zuhause ist schon viel geschrieben worden und daher wäre das für mich bei diesen mit viel Liebe gemachten Weinen für mich besonders interessant. Danke! 🙂

  29. Michael schreibt:

    Hi,
    dazu muß ich erst mal einen Granato, einen Foradori („Teroldego Standard“) oder einen Manzoni Bianco zu Hause geöffnet haben. Wir haben nur auf dem Rückweg bei einem befreundetetn Winzer eine Manzoni geköpft, die allerdings nicht viel Zeit hatte, sich zu beruhigen… Dem Winzer hat sich nicht zugesagt, den Angestellten schon, und uns hat er geschmeckt wie auf dem Weingut. Bei den beiden Roten haben wir vor Ort das Potenzial der Weine erahnen können, allerdings waren die Weine noch recht jung auf der Flasche. Denen würde wir noch einge Zeit an Reifung gönnen. Bezüglich eines manoni würde ich mich demnächst noch mal melden.
    Was uns nur bisher aufgefallen ist: wir waren auch in der Cantina Terlan (Quarz war wieder mal ausverkauft… 😉 )und haben einen Sauvignon Blanc mitgenommen („Winkl“), der uns außerhalb des Weingutes nicht so gut gefallen hat wie im Weingut. Kann also mal durchaus passiren, denke ich.

    Beste Grüße,
    Michael

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