92. Folge – Immer noch Montags 2. Teil

Wein Soul-Faktor Euronen
2009 Spätburgunder, trocken Mütterle
Weingut Pfirrmann, Pfalz
10-20
2007 Merlot
Roxanio, Istrien
10-20

Liebe WALinauten,

der 2. Teil mit Nico Medenbach von der Gruppe „Drunkenmonday“ führt in weitere Randbereiche der Weinbereitung.

Soviel sei verraten: der zweite Wein polarisiert so sehr, dass im Punktebereich alles möglich ist. Ich musste viel darüber nachdenken, und finde meine Einschätzung in der Show zu positiv. Vielleicht ist er doch eher Durchschnitt mit 2-3 Punkten.

Aber so ist das eben häufig. Wein ist und bleibt meist eine Momentaufnahme. Trotzdem respektiere ich Nicos Wertung, die bei 5 Soulpunkten lag. So ist das nun mal mit extremen Weinen.

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39 Antworten zu 92. Folge – Immer noch Montags 2. Teil

  1. muschelpund schreibt:

    well done , Hendrik

  2. Praterralle schreibt:

    Hallo Hendrik,
    sollte Dir eigentlich zu denken geben. dass alle Gäste deutsche Weine mitbringen. Ist auch bei mir im Freundeskreis das beherrschende Thema. Kiwis kann man mal probieren, aber sofort ausverkauft sind eigentlich immer die deutschen trockenen Scheureben. Exotik aus dem Piefkeland. Genial.
    Zum Pferdefleisch würde ich auch Spät-oder Frühburgunder empfehlen, welche diese natürliche Süße dieses Fleisches unterstreichen. Übrigens finde ich das Naserümpfen bezüglich Pferdefleisch schon merkwürdig. Ist in der rheinischen Küche bezüglich Sauerbraten überhaupt nicht weg zu denken. In Wien gibt es auch traditionell Pferdemetzger. Skrupel sind bei Pferden überhaupt nicht angebracht. Schweine sind viel intelligentere Tiere und wir haben kein Problem diese zu verspeisen.

    • Elias Erckens schreibt:

      Schweine sind 3x so intelligent wie Hunde und trotzdem haben wir Skrupel, letztere zu verspeisen. Mit der Intelligenz eines Lebewesens hat das Konsumverhalten beim Thema Fleisch rein gar nichts zu tun. Ansonsten könnte man ja auch das Verzehren von Säuglingen, sehr alten oder geistig behinderten Menschen rechtfertigen. Das komplette Thema Fleischkonsum ist durchzogen von Doppelmoral und Scheinheiligkeit. Aber das ist ein anderes Thema…😉

      • Praterralle schreibt:

        In manchen Teilen Asiens gilt Hund als Delikatesse. Natürlich hat bei uns das Pferd den Ruf eines treuen, erfahrenen Freundes, welcher Gefahren spürt und mit seinem Reiter auf das Innerste verbunden ist. Schau einfach mal wieder bei Karl May nach. Mädchen würden gerne jeden bekennenden Pferdefleischesser strangulieren, da Black Beauty mit Spätburgunder leise vor sich hin schmorrt. Und traditionell ist einfach das Schwein mit Attributen wie, dumm, blöd oder dreckig versehen worden. Früher galten auch Hunde als viel intelligenter als Schweine. Geschichte von der gastronomischen Möchtegernsichtweise eben. Übrigens isst ein großer Teil der Menschheit aus religiösen Gründen überhaupt kein Schweinefleisch.

      • Praterralle schreibt:

        p. s. Also über die Beispiele aus dem Kannibalismus mit einem weiteren anrüchigen Touch von gestern solltest Du in Deinem eigenen Interesse nochmal nachdenken.

      • Elias Erckens schreibt:

        Ich habe über dieses Thema und das, was ich hier sage schon wirklich sehr viel nachgedacht – in meinem eigenen Interesse😉
        Falls sie auch Interesse daran haben, ein bisschen mehr darüber nachzudenken, so lege ich ihnen diese kleine philosophische Diskussion hier an’s Herz: http://www.youtube.com/watch?v=K7hg7HVBQLI

    • Michael Straßer schreibt:

      Bei uns in der Pfalz gibt es sogar im Fußballstadion, vom 1FC Kaiserslautern, einen Stand der NUR Lebensmittel aus Pferdefleisch verkauft, und das schon seit ewigen Zeiten! Vom Fohlenschnitzel bis zur Pferdebockwurst ist da alles dabei und es schmeckt klasse!🙂

    • Zum Pferd sage ich einfach nur Valpolicella. In sämtlichen Varianten. Einache fruchtige Weine zum Aufschnitt, Salumi etc, Ripasso zu den Sfilacci und gegrilltem, zum Pastisada mit Polenta bzw Pferdeschmorbraten auch Amarone… Treat the oldschool and follow traditions!

  3. Marco Rosso schreibt:

    Insgesamt super kurzweilige Sendung,mit einem locker,lässigem Nico.Gut gemacht !😉

  4. thephunk81 schreibt:

    Klasse Doppel-Folge! „Der hat so’n bisschen Haare auf dem Rücken“ made my day!

  5. Jörg schreibt:

    super Folge, spannend wie eh und je, aber auch amüsant, lehrreich und kurzweilig! Ihr beide ergänzt euch richtig richtig gut! Das hier ist ganz großes Weinkino!

    • drunkenmonday (Nico Medenbach) schreibt:

      Danke auch dir Jörg! Mal sehen ob ich neben Hendrik noch mal sitzen darf, nach dem Pferde Wein😉

  6. drunkenmonday (Nico Medenbach) schreibt:

    Hallo Hendrik!
    Danke noch einmal für die Einladung. Es hat mir, wie man sieht, sehr gefallen. Die Weine waren bewusst keine Pleaser und sollten zu diskutieren anregen. Wer einmal den „Haare auf dem Rücken Wein“ probieren möchte, kann den Roxanich Merlot unter http://orange-wines.com/ ordern.
    Grüße aus Mittelhessen,
    Nico

    • Diollysos schreibt:

      Gerade heute auf der Weinmesse verkostet, zusammen mit seinen weißen (orangen) und roten Geschwisterchen. Ein wenig analog zur l’art pour l’art.
      Interessant zu trinken, keine Frage. Anregend mehr zu trinken? Große Frage.

      Vinophile Grüße

      Diollysos

  7. Frank schreibt:

    07:20: ok, ist angekommen… 😉

  8. Johannes schreibt:

    Hallo Hendrik,
    was haben denn Bakterien mit Hefen zu tun oder hab ich da was nicht verstanden…???
    Sonst war es mal wieder ne tolle Folge!

    • Rainer schreibt:

      Brettanomyces [http://de.wikipedia.org/wiki/Weinfehler#Brettanomyces] war der Fachbegriff der bei 08:34 im Video fiel, das sind zwar Hefepilze, an anderen Weinfehlern sind auch Bakterien beteiligt, der Wiki-Artikel nennt Essig- und Milchsäurebakterien.

  9. Peer G. schreibt:

    Stimmt, bei den Roten schneidest du definitiv besser ab, Hendrik!
    Würde mich in diesem Zusammenhang interessieren, ob du privat mehr Weiss- oder Rotwein trinkst.., gibt es da eine Tendenz?

  10. Rainer schreibt:

    Auswahl, Geschmack, Meinung, „One man’s meat is another man’s poison.“
    Gab’s alles in dieser WaL-Folge. Fand ich interessant, auch der Hinweis auf Suchfunktion bei drunkenmonday zum Stichwort „Pinot Noir“ ist bei mir angekommen, hab da „alte Bekannte“ wie Salwey in Baden und die großen Lagen im Burgund wieder gefunden. Macht doch bitte noch weitere Sendungen zusammen, freue mich darüber sehr. Nur eine Bitte, bitte etwas deutlicher und langsamer sprechen, manche Anmerkungen und Kommentare waren akustisch schwer zu verstehen, da hätte ich mir beinahe Untertitel gewünscht.😉

  11. Sebastian schreibt:

    Ich finde Nico war ein sehr sympathischer Gast! Man merkt die Jungs bei Drunkenmonday müssen wirklich ab und zu üben…Nicos Aussagen ließen viel Weinwissen und -erfahrung erkennen. Der Spaß stand in der Folge aber immer im Vordergrund…
    @Hendrik: Irgendwer hat vorgeschlagen, dass du und ein Gast gemeinsam von einem Dritten ausgewählte Weine blind probiert…spannende Idee, wie ich finde.
    Könnte man nicht mal eine (Gegen-)Einladung an GV aussprechen? Viell ist er ja mal in Europa auf Buchpromotour unterwegs? Würde mich interessieren, ob man ihn für eine Weinverkostung noch gewinnen kann – insbesondere wenn du ab und zu noch Kontakt hattest. Ich stelle mir auch vor das würde den Blog vorantreiben – wenn auch nur 10% der „alten“ Vaniacs das Comeback von GV verfolgen würden🙂

    LG, Sebastian

    • Rainer schreibt:

      “Let’s give it a swirl!” ;o)
      Einladung geht schnell – GV ist auch bei FB!
      GV rechnet so: Kosten der Anreise, Unterkunft, Verlust von sonst während der Reisezeit möglichen Aktivitäten, Rücklage für Prozesskosten wegen was auch immer – macht insgesamt – 2,5 Mio. USD. – mindestens! ;o)

      Mit anderen Worten – GV ist Geschichte – Hendrik rockt den Ring!😀

    • Nico Medenbach schreibt:

      Danke dir Sebastian! Wir/ ich versuche einfach unbedarft an das Thema heranzugehen. Es darf gerne Kritik an den Produkten geübt werden, doch diese sollte konstruktiv sein. Desweiteren schaue ich gerne über den Tellerrand hinaus. Morgen verkosten wir z.B. 8 Maischevergorene Weißweine aus Deutschland. So etwas gab es meines Wissens noch nie…

    • hendrikthoma schreibt:

      Lieber Sebastian, so gerne ich das mit ihm machen würde, aber ich bin mich nicht sicher, ob das klappt. He is a very busy man. Viele Grüße, Hendrik

      • m_arcon schreibt:

        Waere die Traumkombination bei WaL, du und GV. Vielleicht sollten wir mal anfangen zu sammeln🙂

    • Praterralle schreibt:

      War meine Idee. Ich fände es aber schon spannender nicht einen Profi einzuladen, sondern einen zweiten Zuschauer. Würde das Ganze hier auch etwas persönlicher gestalten.

  12. Tom B. schreibt:

    Sehr interessante Folge – insbesondere für mich, da ich so gar kein Zugang zu diesen Tropfen habe. Vermutlich fehlt mir da noch die Begleitung/Anleitung. Macht Spaß, euch zuzuschauen.

  13. Thorsten Jordan schreibt:

    Hallo Hendrik!
    Mal wieder ein tolles Format, dass dir da mit dem Nico gelungen ist. Tolle Weine, die mir allesamt fremd sind, die es aber nicht bleiben sollen!😉
    Tja, warum nur deutsche Weine? Die Antwort ist einfach: Deutsche Produkte sind einfach Qualitätsprodukte und seit neuestem wieder auf dem Vormarsch! Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken und das ist auch gut so!
    Lob an Nico: Eine tolle Idee, die ihr mit dem „Drunken Monday“ umgesetzt habt! Hätte richtig Lust auf so etwas! Aber:
    1. Du bist zu weit weg!🙂
    2. Ist so etwas in meiner Gegend sicherlich schwer umzusetzen!😦

    So, aber jetzt Schluss mit dem Rumgeheule! Noch einmal ein großes Lob an die beiden Hauptdarsteller! Geile Folge!

    Liebe Grüße
    Thorsten

    • Rainer schreibt:

      „Deutsche Produkte sind einfach Qualitätsprodukte und seit neuestem wieder auf dem Vormarsch! Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken und das ist auch gut so!“

      Brauchen wir zwar nicht, trotzdem haben viele junge Winzer sozusagen die Bordeaux-Cuvees gefressen – wer versucht sich nicht darin die Weine aus dem Bordelais auch zu komponieren?

      Das gleiche gilt auch für Modeweine, was in den 90-ern der „Pille Gridschio aus dem Venetoh“ war, das war letzten Sommer „Sauvignon Blanc“ – der steht in jedem Discounter im Regal.

      Ganz ernsthaft, beim Pinot Noir und auch bei anderen Weinen kann immer noch sehr viel von Frankreich gelernt werden – meine Meinung.😀

      • Thorsten Jordan schreibt:

        „Brauchen wir zwar nicht […] zu komponieren?“
        Klar, oftmals ist es schon sehr übertrieben und es wird auch übertrieben „französisiert“!
        Aber ich bin der Meinung, dass wir uns beim Pinot keinesfalls etwas von den Franzosen abschauen sollten. Wächst der Wein auf deutschem Boden, wird von einem deutschen Winzer gekeltert, so sollte er auch einen deutschen Charakter haben, finde ich. Er sollte auf eine regionale Art gemacht sein und sich nicht an die Spitzenweine anderer Nationen anlehnen. Das wäre so meine Vorstellung. Das einige Weine, die nach französischem Vorbild verarbeitet werden auch gut sin, das will ich auch gar nicht bestreiten!

    • Nico Medenbach schreibt:

      Danke Thorsten! So eine Gruppe ermöglicht natürlich auch mal den ein oder anderen besonderen Wein zu verkosten – und dann später drüber zu schreiben😉
      Grüße aus Giessen,
      Nico

  14. Weinzeit schreibt:

    Ja, bitte mehr deutsche Weine bei WaL und auch gerne mal etwas aus dem Osten Deutschlands! Tolle Folge und spannende Serie übrigens.

  15. Michi der Korkenrocker schreibt:

    Moin Hendrik,

    sehr unterhaltsame Folge. Bitte öfters solche lockeren Gäste einladen !

    Gruss aus OWL

  16. Rainer Josef schreibt:

    Hallo!
    Wie ich finde vermittelt dieses Format des Verkostens unglaublich viel Wissen über Wein. Wußte gar nicht wieviel Details man erkennen kann, wow. Sehr interessant.
    Würde mir auch irgendwann ein paar Klassiker blind wünschen.
    Gruss aus Rosenheim

  17. etwasueberwein schreibt:

    Der Wein zu Pferd? Lasagne-Montrachet… Kalauer, Kalauer…😉

  18. Sascha schreibt:

    Klasse (Doppel-)Folge! Fachliches mal wieder (von beiden!) sehr unterhaltsam und locker verpackt. Macht Lust auf’s Probieren …

  19. Pingback: Gastbeitrag Weinrallye #62: 5 Euro Wein – Kann das gut sein? | Drunkenmonday Wein Blog

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